Bundesweite Verbreitung des Leseförderprogramms Bücherkoffer

Eine große Anzahl an Kindern aus belasteten oder bildungsfernen Familien können am Ende der Grundschule nicht ausreichend gut lesen. Dies betrifft besonders häufig Kinder mit Migrationshintergrund. Ein Grund ist das nur wenig ausgeprägte (Vor-)Leseklima in den Familien. Gleichzeitig wird die Herkunftssprache im Bildungssystem nur selten als Ressource zum Erwerb von Lesekompetenzen genutzt.

coach@school e.V. bietet mit dem Bücherkoffer ein Leseförderprogramm für Grundschulen mit niedrigem Sozialindex an. Das Lernen zu Hause und in der Schule werden zur Förderung der Zusammenarbeit von Schule und Familien miteinander verbunden. Dabei setzt der Verein auf mehrsprachige Bücher und fördert hiermit die Muttersprache, um auch das Deutschlernen zu erleichtern. Jede Klasse wird mit je zwei Bücherkoffern ausgestattet, die für die Dauer eines Schuljahres durch die Familien wandern und zum gemeinsamen (Vor-)Lesen anregen. Die Schulen werden aktiv in das Programm miteingebunden: Lehrer müssen an verpflichtenden Fortbildungen teilnehmen. Für Eltern werden Vorlese- und Leseworkshops angeboten.

Die mehrsprachigen, interkulturellen Bücher unterstützen Kinder in ihrer Lernentwicklung und bestärken ihre Persönlichkeit. Dadurch, dass die Muttersprache stärker in den Fokus genommen wird, ist die Verbesserung der Bildungschancen und gesellschaftliche Integration von Kindern mit anderen Muttersprachen leichter zu erreichen.

Kooperationspartner
coach@school e.V.
Förderprojekte
Bücherkoffer
Förderzeitraum
seit 2020
Förderziel
Bundesweite Verbreitung des Leseförderprogramms Bücherkoffer
Einsatz der Fördermittel

Finanzierung der Personalkosten für den bundesweiten Transfer und Qualitätssicherung

Status
Aktuelle Förderprojekte